Sony hat offenbar erneut aufs falsche Pferd gesetzt. Insomniac Games kann zwar großartige und auch finanziell erfolgreiche Spiele entwickeln, doch Marvel's Wolverine scheint nicht dazuzugehören.

Laut einem durchgesickerten Dokument hat sich das Spiel seit seiner Veröffentlichung 2,4 Millionen Mal verkauft. Das wäre kein schlechtes Ergebnis, allerdings stehen dem weitaus höhere Kosten für das Spiel gegenüber.

Nach Berechnungen von Tom Henderson müssten noch mindestens 3,4 Millionen Exemplare verkauft werden, damit das Spiel ein Erfolg wird. Davon ist es derzeit weit entfernt. Zum Vergleich: Spider-Man verkaufte sich innerhalb von 90 Tagen fast zehn Millionen Mal.

Laut Sonys offiziellem Bericht konnte das Unternehmen in nahezu allen Bereichen wachsen. Im Laufe des Jahres war allerdings zu beobachten, dass Sony überall zu sparen begann und sämtliche Projekte einstellte, die auch nur etwas höhere Kosten verursachten. Der Zugang zu gekauften Filmen wurde gestrichen, die Produktion in den Disc-Presswerken wurde zurückgefahren, die TV-Sparte verkauft und so weiter. Es stellt sich daher die Frage, ob dieses Wachstum nur vorübergehend ist oder auch im kommenden Jahr anhält.

Ein weiteres interessantes Detail: Sony wurde bei den Shonky Awards mit dem Titel „Hall of Shame“, also „Halle der Schande“, ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung – vielleicht hat sie ja auch zu Wolverines Erfolg beigetragen.

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