Meta arbeitet laufend daran, dass Facebook und Instagram den Nutzern möglichst attraktive, aufmerksamkeitsstarke Inhalte präsentieren. Die Inhalte auf den Plattformen passen sich bereits hervorragend an die Bedürfnisse der Menschen an, um ihre Aufmerksamkeit möglichst lange zu „rauben“. Jetzt kommt auf Facebook eine frische Option in diesem Bereich.

Mit der neuen Funktion „Your Algorithm“ von Facebook lassen sich die Themen, die im Feed und im Bereich Facebook Reels erscheinen sollen, direkt hinzufügen und verwalten.

Die Funktion Your Algorithm war zuvor bereits auf Instagram sowie auf dem Mikroblogging-Dienst des Unternehmens, Threads, gestartet, nur hatte sie dort den Fantasienamen „Dear Algo“. Allem Anschein nach bewährt sich die Entwicklung dort, wo sie aufgetaucht ist, denn nun bekommt auch Facebook, das Flaggschiff von Meta, diese Möglichkeit.

Laut Meta reagieren die Empfehlungen sofort und ändern sich, sobald der Nutzer die neuen Einstellungen verwendet. Bei einzelnen Themen lässt sich der Ablauf des Feeds zum Beispiel durch Drücken der Schaltflächen „Interessiert mich“ oder „Interessiert mich nicht“ sofort steuern. Die Nutzer erreichen diese Schaltflächen über das Dropdown-Menü der einzelnen Beiträge. Ebendort erscheint unterhalb des genannten Paares auch die Funktion „Your Algorithm“, leicht erreichbar.

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Nach Auswahl der Option Your Algorithm kann der Nutzer der Plattform künftig mit eigenen Worten sagen, was er sehen möchte, wovon er noch mehr oder vielleicht gerade weniger haben will. Auch die Empfehlungen ändern sich auf Grundlage dieser Angaben in Echtzeit. Die neue Funktion ist Teil eines mit künstlicher Intelligenz unterstützten Werkzeugkastens, mit dem Meta nach eigenen Angaben die Inhalte personalisiert, die Nutzern auf Facebook angezeigt werden.

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In derselben Oberfläche ist künftig auch zu sehen, zu welchen Dingen der Facebook-Algorithmus dem Nutzer gerade Empfehlungen zeigt. Von hier lassen sich im Handumdrehen fälschlich auftauchende, falsch erfasste Interessengebiete entfernen oder solche, die inzwischen irrelevant geworden sind. Neben dem Abschnitt „Interested in“ gibt es auch einen Abschnitt „Not interested in“, in dem sich jene Dinge aneinanderreihen, die ausdrücklich als uninteressant markiert wurden. Diese versucht das System beim Ranking der Beiträge zu vermeiden.

Das Unternehmen möchte so sehr, dass die Menschen die Neuerungen nutzen, dass Facebook unter den Beiträgen auch zufällig die Frage einblendet, ob der jeweilige Inhalt für den Nutzer interessant ist oder nicht. Nach Auswahl der gewünschten Option verschwindet dieser Bereich nicht, sondern es öffnet sich im Gegenteil eine Erweiterung, in der das System auch fragt, warum der betreffende Beitrag interessant oder nicht interessant ist; hier gibt es weitere Auswahloptionen, der Nutzer kann aber auch mit eigenen Worten schreiben, wie er zu dem betroffenen Post steht.

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Meta erklärte in seinem jüngsten Bericht zum Empfehlungssystem auch, dass es großen Sprachmodellen in seinen allgemeinen Systemen zur Inhaltsverwaltung und zum Ranking eine immer bedeutendere Rolle einräumt. Auf allen Gebieten rückt künstliche Intelligenz hinter Facebook in die Hauptrolle. Das ist vor allem der schnellen und erheblichen Weiterentwicklung der Meta-Modelle zu verdanken.

Beim endlosen Ausspielen einfacher Beiträge und Reels-Videos kann künstliche Intelligenz heute wirksamer verstehen, wonach sich der Nutzer genau sehnt, als frühere Algorithmen.

Indem Meta den Menschen wirklich interessante Dinge präsentiert, tut es sich selbst und dem Nutzer zugleich etwas Gutes. Sofern man davon absieht, dass die Menschen auf Facebook ihre Zeit vergeuden, aber wenigstens erreichen sie die Beiträge, die aus ihrer eigenen Sicht wirklich nützlich und interessant sind.

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