Egal, ob es um Gebläse oder Saugen geht – der Name DREAME ist bereits den meisten Nutzern in Ungarn ein Begriff, und wenn man ihn hört, denkt man meist an Staubsauger oder Haartrockner. Das ist kein Zufall, denn Dreame Technology hat seinen Ruf in erster Linie mit der Technologie von Luftbewegungsmotoren begründet und dabei absolut beeindruckende Verkaufszahlen erzielt – zunächst auf regionaler Ebene in zahlreichen Ländern, in diesem Jahr jedoch bereits auf globaler Ebene die absolute Weltmarktführerschaft beim Verkauf von Roboterstaubsaugern zu erreichen.
Ich selbst bin ihnen erstmals im Jahr 2023 begegnet, wusste damals jedoch nur, dass es sich um eine Marke handelte, die sich aus dem Schatten von Xiaomi gelöst und verselbstständigt hatte und nun mit rasantem Tempo aufstieg – und damit lag ich eigentlich gar nicht falsch. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass man sich, wenn dieser Markenname auf einem Staubsauger steht, wahrscheinlich keine großen Sorgen machen muss – das chinesische Unternehmen, das auch in zahlreichen anderen Bereichen experimentiert, nimmt seine Staubsauger nach wie vor sehr ernst. Ebenso wurde klar, dass niemand ohne Angebote zurückbleibt: Von anspruchsvollen Einsteigermodellen bis hin zur absoluten Premiumklasse locken sie mit zahlreichen Angeboten.
Trotz alledem war ich bis jetzt noch nie mit einem ihrer Staubsaugerroboter in Berührung gekommen, ja, ich hatte bisher noch nicht einmal die Gelegenheit, mich eingehender mit einem einzigen Vertreter dieser Produktklasse vertraut zu machen. Der erste Kontakt hätte also nicht besser verlaufen können, denn ich durfte gleich mit dem aktuellen Spitzenmodell des Herstellers beginnen, das mit einer erstaunlichen Vielzahl an intelligenten Funktionen, ausgefeilter Sensorkartierung und Navigation, einer auch aus der Ferne verfolgbaren Kamera, Fernsteuerung und unzähligen weiteren Optionen die Käufer zu überzeugen versucht: Der Preis zwischen 500.000 und 600.000 Forint ist eine gute Investition für alle, die so wenig Zeit wie möglich mit Putzen verbringen möchten, sich aber dennoch stets saubere Bodenflächen wünschen.
Specifikációk
| Funktionen / Technische Daten | Dreame X60 Pro Ultra Complete (NEU) | Dreame X50 Ultra (Vorgängermodell) | Dreame X40 Ultra (vor zwei Generationen) |
| I. GLEICHE UND WEITERENTWICKELTE GRUNDFUNKTIONEN (In allen drei Modellen vorhandene Eigenschaften) | |||
| Typ der Dockingstation | Vollautomatisches PowerDock (Entleeren, Waschen, Trocknen, Nachfüllen) | Vollautomatisches PowerDock | Vollautomatisches PowerDock |
| Ausziehbarer / beweglicher Wischkopf | Ja (MopExtend RoboSwing, bis zu 18 cm Auszug) | Ja (MopExtend RoboSwing, bis zu 4 cm Auszug) | Ja (MopExtend RoboSwing) |
| Ausziehbare Seitenbürste | Ja (SideReach, bis zu 12 cm Auszug) | Ja (SideReach) | Ja (SideReach) |
| Anheben von Bürste und Wischmopp | Ja (Anheben von Hauptbürste, Seitenbürste und Wischmopp; automatisches Entfernen des Mopps) | Ja (Anheben von Hauptbürste, Seitenbürste und Mopp; Entfernen des Mopps) | Ja (Anheben von Hauptbürste, Seitenbürste und Mopp; Mopp entfernen) |
| Kleinbeleuchtung und Live-Kamera | Ja (Doppelte KI-Kamera + aktive LED-Beleuchtung) | Ja (KI-RGB-Kamera + LED) | Ja (AI-RGB-Kamera + LED) |
| Staubbehälterkapazität (Station) | 3,2 Liter (bis zu 100 Tage wartungsfrei) | 3,2 Liter (bis zu 100 Tage) | 3,2 Liter (bis zu 75 Tage) |
| Reinigung des Wischkopfes mit warmem Wasser | Ja (Heißwasserreinigung bei 100 °C) | Ja (Heißwasserreinigung bei 80 °C) | Ja (Heißwäsche bei 70 °C) |
| Heißlufttrocknung | Ja | Ja | Ja |
| Sprachsteuerung | Integrierter eigener Assistent + Systeme von Drittanbietern | Integrierter eigener Assistent + Systeme von Drittanbietern | Nur Systeme von Drittanbietern (Alexa, Siri, Google) |
| II. SPEZIFIKATIONEN UND NEUHEITEN, DIE AUSSCHLIESSLICH FÜR DAS X60 PRO ULTRA COMPLETE GELTEN | |||
| Maximale Saugleistung | 42.000 Pa (Vormax-Motor) | 20.000 Pa | 12.000 Pa |
| Schwellen- und Hindernisüberwindung | 10 cm (ProLeap mit zweireihigem System) / 5,2 cm pro Stufe | 6 cm (ProLeap der ersten Generation) | 2,2 cm (herkömmliche Räder) |
| AI-Navigations- und Hindernisvermeidungssystem | OmniSight 3.0 (Erkennung von mehr als 320 verschiedenen Objekttypen, Reaktionszeit 0,1 s) | AI RGB + 3D-Strukturlicht (mit VersaLift DToF) | AI RGB + 3D-Strukturlicht (über 80 Objekttypen) |
| Hauptbürstensystem | HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 (Doppelbürste, 100 % verfilzungsfreie Haarentfernung) | HyperStream Detangling DuoBrush | TriCut 2.0 / Gummibürste |
| Thermische Wischtechnologie | Thermal Deep Mop (Aktives Wischen mit auf 40 °C erwärmtem Wasser bei einem Druck von 15 N und einer Geschwindigkeit von 280 U/min) | Herkömmliches Wischen mit kaltem Wasser aus dem Tank | Herkömmliches Wischen mit kaltem Wasser aus dem Tank |
| Waschtemperatur bei Selbstbedienung | Sterilisierende Reinigung mit 100 °C heißem Wasser | Reinigung bei 80 °C | Reinigung bei 70 °C |
| Spezielle Reinigungsfunktion | Curtain Cleaning (Intelligente Erkennung und Reinigung von Bereichen unter Vorhängen/Gardinen) | Nicht verfügbar | Nicht verfügbar |
| Verschmutzungserkennungssystem | Proaktive Erkennung leichter Verschmutzungen (Aktive Analyse der Verschmutzungsart mittels Licht) | Erkennung anhand der Verfärbung des Moppwassers | Multispektrale Wasseranalyse |
| Ladetechnologie und Akku | 11-A-Ultraschnellladung (24 % Ladestand in 5,5 Minuten) / 5.000 mAh Phasenwechselzellen | 6.400 mAh (Schnellladung) | 6.400 mAh (Standardladung) |
| Material des Wischpads | Phase-Change-Material (PCM) Phasenwechsel-Fasern für eine gleichmäßige Flüssigkeitsverteilung | Mikrofaser-Reinigungstücher | Mikrofaser-Reinigungstücher |
Verpackung und Zubehör
Der X60 wird in einem riesigen Karton geliefert und hat einiges an Gewicht, da neben dem Staubsauger selbst auch Platz für die großzügig dimensionierte Dockingstation und das umfangreiche Zubehör benötigt wurde. Die Bezeichnung „Complete“ steht nämlich für nichts anderes als das dem Gerät beiliegende, reichhaltige Zubehörset, auf das ich weiter unten noch genauer eingehen werde.
Die Verpackung selbst spielt auf schwarzem Hintergrund mit Kupfer- und Brauntönen, glücklicherweise jedoch nicht auf geschmacklose Weise – die Premium-Kategorie ist hier nicht gleichbedeutend mit Kitsch, ganz im Gegenteil. Während die Verpackung durchaus darauf abzielt, Aufmerksamkeit zu erregen, strebt das Produkt selbst glücklicherweise nach Schlichtheit – wenn auch nicht nach Unauffälligkeit.
Nach dem Auspacken musste ich mich durch zahlreiche Schichten und Ebenen arbeiten, denn ganz oben befindet sich bereits die mit allem Möglichen vollgepackte Zubehörbox, darunter eine kleinere für den Einstieg.
Darin enthalten waren eine 1-Liter-Flasche mit Reinigungsmittel ab Werk (AWH6 Spezial-Bodenreinigungsflüssigkeit für den automatischen Dosierer der Ladestation); 3 Paar (6 Stück) Thermal Mop-Pads, also Wischpads; 2 Stück Gewebefilter (HEPA-/Staubfilter) für den internen Staubbehälter des Roboters; 2 Stück Staubbeutel für die Dockingstation; 2 Stück Seitenbürsten; 1 Stück HyperStream DuoBrush-Ersatzbürste (ein Paar verfilzungsfreie Gummibürsten); 1 Wartungs-/Reinigungsbürste, eine Schnellstartanleitung und eine Bedienungsanleitung in ungarischer Sprache sowie das Netzkabel sind enthalten.
Der Staubsauger lag in einer separaten Schaumstoffeinlage, darunter befand sich die großzügig dimensionierte Dockingstation, jeweils in einem eigenen Stoffbeutel verpackt. Rasselnde, klappernde Plastiktüten oder Beutel trüben den Gesamteindruck nicht wirklich; vielleicht wurde lediglich die aufklappbare Rampe der Dockingstation in einen kleinen Beutel gesteckt. Die Anordnung ist vorbildlich übersichtlich und aufgeräumt, sodass ich alles an seinem ursprünglichen Platz und in einem Stück vorfand.
Design und Aufbau: Staubsaugerroboter
Es gibt nichts Neues unter der Sonne, könnte man sagen, und tatsächlich weist auch der X60 im Grunde die altbekannte und bewährte kleine Tellerform auf, da jede hervorstehende Kante oder Unebenheit das Risiko des Hängbleibens nur erhöhen würde. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir an ihm nichts finden würden, was wir bei durchschnittlichen oder günstigeren Staubsaugerrobotern vergeblich suchen würden, aber er kann sogar im Vergleich zum vorherigen Premium-Modell noch einige Verbesserungen vorweisen.
Bei näherer Betrachtung wird die absolut hochwertige Verarbeitung deutlich sichtbar, und es fallen die sorgfältig gestalteten Details auf, die das Produkt auszeichnen; außerdem ist es auch in Weiß erhältlich, falls jemand den eher düsteren Look nicht mag oder es nicht zur Atmosphäre der Wohnung passt. Mattierte Oberflächen und gebürstete Elemente oben und rundherum sowie eine Vielzahl von optischen Sensoren und mechanischen Bauteilen, die mit ingenieurtechnischer Präzision im Sinne einer optimalen Funktionsweise angeordnet sind.
- Durchmesser (Breite × Tiefe): 350 × 350 mm (35 × 35 cm)
- Höhe mit eingefahrenem Sensor: 89 mm (8,9 cm)
- Höhe mit ausgefahrenem Sensor (VersaLift dToF): 111 mm (11,1 cm)
- Gewicht: 4,6 k
Am spannendsten ist der DToF-Lasernavigationsturm (LiDAR) im oberen Bereich. Dabei handelt es sich um einen aus der Oberseite herausragenden, rotierenden Lasersensor, der für die präzise Erstellung einer 360-Grad-Karte der Wohnung zuständig ist. Der Turm fährt automatisch wieder ein, wenn er unter niedrige Hindernisse passen muss. Auch die Bedienknöpfe an der Unterseite fehlen nicht: Ein-/Ausschalten & Reinigungsstart/-Pause, Rückkehr zur Ladestation (Home) sowie Zonen- bzw. Punktreinigung (Spot Cleaning). Durch Öffnen der magnetischen oberen Abdeckung gelangt man an den internen Staubbehälter des Roboters (mit dem waschbaren HEPA-Filter) und den integrierten Wassertank; außerdem befinden sich hier die WLAN-Status-LED und die physische Reset-Taste.
Die Seiten und die Vorderseite sind vielleicht sogar noch interessanter! Es gibt einen gefederten Frontstoßfänger (Bumper), einen mechanischen Schutz, der unvermeidbare Berührungen mit Möbeln abfedert. Das OmniSight 3.0 & Dual-AI-RGB-Kamerasystem an der Vorderseite ist ein besonders auffälliges Erkennungsmerkmal. In der Mitte des Stoßfängers befindet sich das hochauflösende optische Kamerasystem, das mit Nachtsichtfunktion und aktiven LED-Scheinwerfern ausgestattet ist. Dieses ist für die Objekterkennung, die Live-Videoübertragung und die Erkennung von Vorhängen zuständig – denn theoretisch kann es sogar das.
3D-Structured-Light-Sensoren: Die die Kamera umgebenden Laser-Liniensensoren, die die millimetergenaue Abstandsmessung kleinerer Objekte (Kabel, Spielzeug, Schnürsenkel) durchführen. Der „Proactive Light Dirt Detection“-Sensor ist ein spezielles Lichtstrahl-Emissionsmodul, das während des Reinigungsvorgangs die Reflexion der Bodenoberfläche analysiert, um Art und Ausmaß der Verschmutzung zu identifizieren.
Die seitlichen Wandsensoren (Wall Sensors) sind Sensoren, die auf der rechten und linken Seite des Geräts angebracht sind und es dem Roboter ermöglichen, Sockelleisten und Wände millimetergenau zu verfolgen. An der Rückseite befinden sich Ladekontakte und automatische Ladeanschlüsse, d. h. der Anschluss für die automatische Entleerung des Staubbehälters an der Ladestation, das Einfüllventil für sauberes Wasser sowie die Kupfer-Netzladekontakte.
Und nun folgt der untere Bereich, dessen Eigenschaften sich kaum in wenigen Worten zusammenfassen lassen. Beginnen wir zum Beispiel mit der HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 (Hauptbürste): In der Mitte befinden sich zwei sich gegenläufig drehende Gummibürsten mit speziellem Profil, die so konzipiert sind, dass sie Haarsträhnen und Tierhaare automatisch zur Ansaugöffnung leiten, und so das Verwickeln zu verhindern, das die meisten nur allzu gut kennen und zu Recht verabscheuen (ich habe einen Staubsaugeraufsatz, aus dem ich bis heute die Haarsträhnen nicht herausbekommen habe, die das Drehen behindern).
Die ausziehbare SideReach-Seitenbürste ist eine dreizinkige Bürste, die in der vorderen Ecke angebracht ist und sich mithilfe eines motorisierten Gelenkarms bis zu 12 cm aus dem Robotergehäuse herausfahren lässt, um Ecken und Möbelbeine perfekt zu reinigen. Dazu kommt das Dual UltraExtend MopExtend (ausziehbare und anhebbare Wischscheiben), das aus zwei rotierenden Mikrofaser-Wischpads (PCM) besteht. Das rechte Wischmodul lässt sich motorisch seitlich ausfahren (im Vergleich zu den 4 cm des X50 sogar bis zu 18 cm). Beim Erreichen eines Teppichs hebt das System die Wischscheiben automatisch an oder kann sie bei Bedarf an der Ladestation vollständig abkoppeln.
Die ProLeap-Raupen-/Zweireihen-Antriebsräder stellen eine solide und effiziente Lösung dar. Die groß dimensionierten Antriebsräder mit spezieller Gummi-Profilierung sind in der Lage, mithilfe der ProLeap-Mechanik das Maschinengehäuse anzuheben und so Schwellen und Höhenunterschiede zu überwinden. Obwohl sie offiziell für etwas niedrigere Oberflächen ausgelegt sind, bewältigen sie sogar Höhen von bis zu 10 cm. Und schließlich das Omni-Rad: Ein vorne in der Mitte angeordnetes, um 360 Grad drehbares Stützrad für präzises Wenden.
Gegen das Herunterrollen von Treppen und anderen Erhebungen sorgen die 6 Höhen- und Abhangsensoren (Cliff Sensors), die am Rand des Fahrgestells angebracht sind. Eine ähnliche Aufgabe übernimmt der Ultraschallsensor zur Teppicherkennung (Ultrasonic Sensor). Das an der Vorderseite des Fahrgestells befindliche Modul erkennt Teppiche sofort und gibt den Befehl, die Saugkraft zu erhöhen und die Wischeinheit anzuheben.
Design und Aufbau: Ladestation „
“
Wie deutlich zu sehen ist, ist die Dockingstation bei den Modellen der Oberklasse riesig, denn sie dient weit mehr dazu, als dem Staubsauger zwischen zwei Reinigungsvorgängen einen Ort zu bieten, an den er zurückkehren kann, um Energie zu tanken. Der kleine Turm, der es mit Nachttischen aufnehmen kann, wiegt allein schon mehr als 13 Kilogramm, und wenn die eingebauten Behälter gefüllt sind, nähert er sich sogar der 20-Kilogramm-Marke – es schadet also nicht, sich gut zu überlegen, wo sein fester Platz sein soll.
Die Größe ist also aufgrund der verschiedenen Behälter gerechtfertigt, denn unter dem aufklappbaren Deckel befinden sich gleich zwei „Eimer“: ein Frischwasserbehälter und ein Schmutzwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 4,5 bzw. 4 Litern. Unterhalb des unteren Teils der Frontblende befindet sich zudem eine Ablage, die einerseits Platz für den austauschbaren Staubbeutel bietet, und links davon eine kleine Modulkassette, in die das spezielle, möglichst originale Reinigungsmittel eingefüllt wird.
Die Form ist deutlich kantiger als bei einigen früheren Modellen, und die Oberfläche ist spiegelnd. Da ich die werkseitig aufgebrachte Folie nicht entfernt habe, kann ich nicht sagen, wie kratzempfindlich diese glatte Oberfläche ist, aber die Oberseite und die Seiten sind mit einer angenehmen und hochwertigen, matten Oberflächenbeschichtung versehen. Insgesamt handelt es sich um eine recht massive und große Box, sodass Bewohner kleiner Einzimmerwohnungen oder Studio-Apartments wahrscheinlich ohnehin nicht zur Hauptzielgruppe gehören.
Während das im Dock erwärmte Wasser des X50 beim Wischen schnell abkühlte, wurde dies beim X60 verbessert, sodass das in seinem Tank gespeicherte Wasser während des Betriebs nicht abkühlt; außerdem sorgen die neuen PCM-Scheiben neben einer besseren Flüssigkeitsverteilung dafür, dass die Temperatur von 40 °C beibehalten wird, wodurch der Roboter auch ölige und eingetrocknete Flecken schneller entfernt.
Die Dockingstation im unteren Fach enthält außerdem ein herausnehmbares kleines Gitter; hier und auf der Scheuerscheibe kann sich trotz der automatischen Reinigung etwas Schmutz ansammeln, sodass wir von Zeit zu Zeit nicht ganz um eine manuelle Reinigung herumkommen.
Inbetriebnahme v
Womit könnten wir anders beginnen als mit unserem Smartphone? Nun, zunächst stecken wir das Netzkabel in die Dockingstation und in die Steckdose, klappen die separat in der Verpackung enthaltene Kunststofframpe an der Vorderseite auf und entfernen den Aufkleber, der den hinteren Ladeanschluss des Staubsaugers abdeckt, sowie den oben hervorstehenden Dichtungsschwamm entfernen, wozu wir am besten zuerst die obere, mit Magneten befestigte Abdeckung abnehmen, über die wir auch Zugang zum Staubbehälter erhalten.
Wenn das erledigt ist, können wir nun endlich das Smartphone zur Hand nehmen und die Dreamehome-App herunterladen – vorausgesetzt, es ist unser erstes Produkt dieses Herstellers und die App war noch nicht installiert. Glücklicherweise musste ich mich nicht damit herumschlagen, den Staubsauger mit Gewalt in die Ladestation zu schieben, da er werkseitig mit ausreichend Ladung für den Start ausgestattet wurde.
Die App ist ausgesprochen benutzerfreundlich und beherrscht auch die ungarische Sprache hervorragend, sodass sie mich Schritt für Schritt durch die Einrichtungsprozesse geführt hat, angefangen bei der WLAN-Verbindung, die leider ausschließlich über 2,4 GHz hergestellt werden kann, das 5-GHz-Band wird nicht unterstützt – was zwar kein großes Manko ist, aber dennoch gut zu wissen ist, damit man sich nicht auch noch mit dem Router herumschlagen muss.
Man muss den QR-Code unter der Abdeckung des Roboters einscannen, und nach Abschluss der ersten Schritte muss man höchstwahrscheinlich ein kurzes System-Update bestätigen; erst danach kann man sich mit den Funktionen vertraut machen. So oder so: Als Erstes wird der Staubsauger mithilfe des Sensors auf dem Dach den Raum bzw. die Wohnung vermessen.
Dazu ist es wichtig, dass wir ihm alle zu reinigenden Räume zugänglich machen und möglichst alle Gegenstände entfernen, die in den meisten Fällen nicht im Weg stehen sollten, damit er sich ein vollständiges Bild von dem zu reinigenden Bereich machen kann.
Fähigkeiten, Funktionen, Erfahrungen
Die Kartierung der Wohnung erfolgt nahezu fehlerfrei, doch sollten Probleme auftreten, stehen neben den beiden Kameralinsen ein LED-Licht und ein zusätzliches, blaues Licht, das dabei hilft, den Schweregrad von Verschmutzungen zu beurteilen. Wenn er Flüssigkeit oder hartnäckige Flecken erkennt, schaltet er die Saugleistung aus und wischt gezielt nach. Genau deshalb erfüllt der X60 seine Aufgabe auch im Dunkeln problemlos und weicht Hindernissen aus, die ihm im Weg stehen. Das gilt übrigens auch für Haustiere: Er erkennt sie sogar und versucht später erneut, die Bereiche zu reinigen, die er wegen ihnen möglicherweise ausgelassen hat.
Die App ist eine gut durchdachte, benutzerfreundliche Software mit einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Es ist erstaunlich, dass die übersichtliche Startseite tatsächlich eine ganze Fülle an Einstellungen bietet. Es mangelt nicht an Optionen zur Feinabstimmung und Menüs, mit denen wir nicht nur automatische Lösungen auswählen können. Im Grunde kann man über alles Benachrichtigungen erhalten, und die Reinigungsvorgänge werden mit allen Details sorgfältig protokolliert, sodass man immer weiß, wo der Roboter war, wie lange er unterwegs war und mit welchen Herausforderungen er zu kämpfen hatte.
Es gibt nämlich auch einen manuellen Modus, in dem wir selbst die Kontrolle übernehmen und ihm helfen können, sich mit bodenlangen Vorhängen vertraut zu machen. Wir können Reinigungszonen auch manuell festlegen, sodass er sich auf einen bestimmten Bereich konzentrieren kann, während alles andere ausgelassen wird; außerdem können wir Schwellen eingeben, um ihn darauf vorzubereiten, welche Objekte ihm im Weg stehen werden.
Er klettert problemlos auf Teppiche, und wenn wir es nicht vorher einstellen, meldet die App nach einer Weile sogar, dass er einen Teppich erkannt hat – den er ja nicht nur überqueren, sondern sich auch an die unterschiedlichen Oberflächen anpassen muss. In der Praxis bedeutet das, dass er auf dem Teppich bei Bedarf in eine höhere Stufe schaltet und die Bürsten anhebt. Wenn sogar ein Teppichboden oder ein großflächiger bzw. langfloriger Teppich auf ihn wartet, klappt er die Bürsten ordentlich in die Halterung ein, wodurch die Scheiben vor überflüssigen Fasern geschützt werden, vor allem aber der Teppich vor Feuchtigkeit
Die Ladestation reinigt übrigens auch die Wischpads gründlich und kann diese nach der Behandlung bei 100 °C sogar trocknen. Die Station ist natürlich auch in der Lage, den Staubbehälter des Roboters nach dem Parken automatisch zu entleeren, sodass er immer mit voller Kapazität in die nächste Runde starten kann. Obwohl es von allem reichlich Ersatz gibt, haben sich auch die dichten und feinen Borsten der mitgelieferten Bürste als überraschend effektiv erwiesen, vor allem bei der Reinigung von Filtern oder staubigen Oberflächen.
Der X60 Pro Ultra Complete übertrifft die bisherigen Werte von 12.000 und 20.000 Pa bei weitem und bietet eine Saugleistung von 42.000 Pa, allerdings nur bei maximaler Stufe, die dank der Sensoren und des intelligenten Systems nicht ständig laufen musste. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die Kombination aus Büroteppich und verstreuten Salzhaufen das Gerät doch noch einmal auf die Probe stellen konnte. Hier war etwas Nacharbeit erforderlich, aber die Saugkraft allein reichte aus, um – wenn man an den kritischen Stellen etwas mehr Zeit aufwendete – letztendlich auch die schwierigeren Herausforderungen zu meistern.
Dank der Weiterentwicklung des ProLeap-Systems kann der Roboter nun sogar mehrstufige Schwellen und Hindernisse von bis zu 10 cm Höhe überwinden, sodass eine einfache Türschwelle für ihn kein Hindernis darstellte. Echte Treppenstufen stellen natürlich noch eine Herausforderung für die Modelle der nächsten Generation dar, aber das ist schon jetzt mehr als eine beachtliche Leistung für eine auf Rädern rollende Scheibe. Ganz zu schweigen davon, dass er auch mit Kabeln recht gut zurechtkommt: Wenn er sieht, dass sich eines verfangen hat, versucht er, sich davon zu befreien, und was er nicht umfahren konnte, hat er geschickt umgangen.
Eine meiner Lieblingsfunktionen hängt jedoch mit der Kamera zusammen. Zum einen können wir jederzeit auf die Bilder zugreifen, konkret live verfolgen, wo er sich gerade befindet, und er ist sogar in der Lage, Fotos oder Videos aufzunehmen. Sogar soll es theoretisch in der Lage sein, durch die Wohnung zu fahren, Haustiere aufzuspüren, sie zu fotografieren und anschließend den Erfolg zu melden. Leider war weder eine Katze noch ein Hund zur Hand, sodass ich diese Funktion nicht ausprobieren konnte – dafür gab es aber eine andere, die ich sehr wohl testen konnte!
Konkret handelt es sich dabei um die Fernsteuerung per Smartphone. Wenn wir zu einer hartnäckigen Stelle zurückkehren oder gezielt zu einem bestimmten Punkt in der Wohnung navigieren möchten, können wir dies mithilfe des Live-Bildes und der Navigationstasten problemlos tun. Damit können wir Gegenstände aus dem Weg schieben – einen Ball, einen Karton, ein Kinderspielzeug –, aber wir können auch jemanden damit auf den Arm nehmen, z. B. indem wir eine Überraschung darauf legen und den Roboter zu jemandem in ein anderes Zimmer navigieren.
Wichtig ist auch, dass man bei größeren Wohnungen und regelmäßiger Reinigung damit rechnen muss, die Wassertanks alle 3–4 Tage zu befüllen und zu entleeren. Was den Geräuschpegel angeht: Er ist zwar grundsätzlich nicht unerträglich, aber wenn er in den Turbo-Modus schaltet, ist er nicht gerade leise, ebenso wenig wie das Ansaugen des Behälters beim Andocken, auch wenn das nur ein paar Sekunden dauert. auf jeden Fall kann es bei kleinen Kindern sinnvoll sein, darauf zu achten, dass das Gerät nicht gerade dann loslegt, wenn die Kinder gerade eingeschlafen sind.
Betriebsdauer des „
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Zunächst mag man sich über die im Vergleich zu früheren Modellen geringere Akkukapazität – von 6400 mAh auf 5000 mAh reduziert – wundern, doch dies ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung. Der Hersteller hat auf Schnellladetechnologie umgestellt, sodass das Gerät durch eine wenige Minuten dauernde Aufladung an der Ladestation im Großen und Ganzen die für die Fortsetzung der Arbeit erforderliche Energie zurückgewinnt, was auch beim Reinigen der Wischscheiben geschieht.
Bei normalem, alltäglichem Einsatz (Standard-Staubsaugen + Wischen) reinigt der Roboter die gesamte Wohnung in etwa 35–50 Minuten. Dabei entlädt sich der Akku nur um 30–40 %, sodass dem Gerät theoretisch noch eine Betriebszeit von 120–150 Minuten verbleibt, was für die Erledigung der Aufgabe mehr als ausreichend ist – es bleiben also noch ein paar zusätzliche Durchgänge übrig, falls wir an einer Stelle doch nicht gründlich genug waren.
Bei maximaler Stufe (Turbo-Saugen, Teppich-Tiefenreinigung, Heißwasser-Wischen): Wenn der Schmutz in der Küche oder im Flur hartnäckiger ist, und das Gerät auf der höchsten Stufe mit 42.000 Pa und der 40 °C-Wassertemperatur des „Thermal Deep Mop“ betrieben wird, verlängert sich die Reinigungszeit aufgrund der langsameren, gründlicheren Bewegungen auf 45–60 Minuten. Der Akku entlädt sich dabei um 50–65 %, sodass das Gerät auch dann noch mit einer einzigen Ladung und ohne Unterbrechung die gesamte Wohnung reinigen kann.
Es ist also nicht zu erwarten, dass wir damit Probleme haben werden – natürlich hängt dies von der Größe der Wohnung und der Anzahl der Hindernisse ab. Bei mir hat es beispielsweise zwischen den Stuhlbeinen, die unter den Besprechungstisch geschoben waren, ziemlich lange gedauert, sodass die Reinigung eines fast 20 m² großen Raums genauso lange dauerte wie die eines 30 m² großen, aber weniger überfüllten Raums. Wenn er jedoch mit unglaublich schwierigen Aufgaben und unzähligen Hindernissen zu kämpfen hat und aus irgendeinem Grund nicht bei 100 % startet, ist er dennoch in der Lage, innerhalb weniger Minuten reichlich Reserven aufzubauen und dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat.
Schnellladephase (zwischen 0 und 30 %):
- In 5,5 Minuten werden ca. 24 % wieder aufgeladen.
- Das bedeutet: Wenn das Gerät bei 15 % an die Ladestation angeschlossen wird, erreicht es in nur ~5–6 Minuten einen Ladezustand von 40 %.
Aufladen von 15 % auf 80 %:
- Das dauert etwa 18–22 Minuten.
- Wenn das System den Rechner bei 15 % anhält, setzt er nach einer etwa zwanzigminütigen Kaffeepause die Arbeit wieder fort.
Vollständige Aufladung (von 15 % auf 100 %):
Insgesamt dauert dies etwa 35–45 Minuten. Die Ladegeschwindigkeit verlangsamt sich ab 80 %, um die Phasenwechselzellen zu schützen und eine Überhitzung zu vermeiden, wie es bei den meisten akkubetriebenen Geräten der Fall ist.
Brauche ich das?
Auf diese Frage gibt es eigentlich zwei Antworten: Wollen wir so viel Geld für einen Staubsaugerroboter ausgeben und brauchen wir so viele Zusatzfunktionen sowie derart ausgefeilte Reinigungsprogramme? Sicher ist, dass es den Innovationspreis verdient hat, denn DREAME hat alles eingebaut, was es nicht nur für sich genommen überzeugend macht, sondern auch fortschrittlicher und effizienter als die meisten Konkurrenten auf dem Markt.
Wer bereits einen Staubsaugerroboter besessen hat, weiß wahrscheinlich den Komfort zu schätzen, den ein solches Gerät bietet, denn für viele ist das Herumrennen mit dem Staubsaugerschlauch genau das Letzte, was sie nach einem anstrengenden Tag oder an einem freien Wochenende brauchen. Was die Ausstattung angeht, haben wir es hier definitiv mit der Spitzenklasse zu tun, sei es bei den mechanischen Komponenten und der Ausstattung oder beim komplexen und ausgeklügelten Softwaresystem – mehr als das bietet wohl niemand den Liebhabern dieser Produktkategorie.
Die Ablösung des X50-Modells ist bei einem derart hohen Kaufpreis vielleicht nicht gerechtfertigt, doch im Vergleich zum X40 ist der Unterschied bereits spektakulär. Wer die erstaunliche Präzision, die umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten, den zuverlässigen Betrieb und den Komfort zu schätzen weiß und dem eine einmalige Betrag zwischen 500.000 und 600.000 Forint für die tägliche Pflege von Fußböden und Teppichen nicht schadet, dem kann ich dieses Gerät empfehlen.

































































