DIE FAHRZEUGSPARTE VON XIAOMI LÄUFT IN DIESEM JAHR NICHT SO, WIE ES SICH DAS UNTERNEHMEN VORGESTELLT HATTE

Im Oktober hatte der Umsatz des Unternehmens zwar bereits angezogen, doch bis heute war es nicht in der Lage, die ursprünglichen Planvorgaben zu erfüllen.
DemonDani
DemonDani
18:08
Die Fahrzeugsparte von Xiaomi läuft in diesem Jahr nicht so, wie es sich das Unternehmen vorgestellt hatte

Das Jahr 2026 wird das erste sein, in dem die Xiaomi Car ihre jährlichen Verkaufsziele nicht erreichen kann. Dennoch gibt es für die junge Fahrzeugsparte keinen Grund zur Klage, doch bislang verlief die Entwicklung nicht so, wie es sich die Unternehmensleitung zu Jahresbeginn vorgestellt hatte. Der vergangene Monat war der erste in diesem Jahr, in dem die Verkaufszahlen bereits den Erwartungen entsprachen.

Im Oktober lieferte Xiaomi mehr als 50.000 Pkw an seine Kunden aus. 

Viele Medien berichten darüber, dass es dem Unternehmen nun erstmals gelungen sei, innerhalb eines Monats eine Verkaufszahl von 50.000 zu erreichen, doch das ist nicht korrekt. Xiaomi hat dies bereits zuvor geschafft und im Dezember letzten Jahres mit 50.212 Fahrzeugen einen Rekord aufgestellt. Derzeit hat das Unternehmen noch keine konkreten Verkaufszahlen bekannt gegeben; sicher ist lediglich, dass die Marke von 50.000 Stück überschritten wurde. Das klingt zwar gut, doch im Kontext betrachtet erscheint die Zahl leider in einem anderen Licht.

Eigentlich sollte Xiaomi in diesem Jahr bis zu 550.000 PKW ausliefern; im Vergleich dazu ist es dem Unternehmen nun erstmals gelungen, die monatliche Marke von 50.000 zu überschreiten. Daraus lässt sich bereits erahnen, dass das Unternehmen weit hinter den ursprünglichen Planungen zurückbleibt. 

Bis Oktober konnte Xiaomi insgesamt 336.000 Fahrzeuge ausliefern, was lediglich 61 Prozent des Jahresziels entspricht. Selbst wenn die Monate November und Dezember nun fehlerfrei verlaufen und Rekordumsätze bringen sollten, wird das Ziel nicht erreicht werden. Xiaomi verfügt schlichtweg nicht über die nötigen Produktionskapazitäten, um diesen Rückstand aufzuholen. Dies ist das Hauptproblem des Unternehmens, nicht etwa ein Mangel an Bestellungen. Allein für verschiedene Modelle der neuesten SkyNomad-Serie verzeichnete das Unternehmen im Vorfeld 70.000 Bestellungen. 

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In diesem Jahr hat Xiaomi keine neuen Produktionslinien in Betrieb genommen, sondern mit den Kapazitäten gewirtschaftet, die ab Sommer 2025 zur Verfügung stehen. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen jedoch die SkyNomad-Serie angekündigt und auf den Markt gebracht, wodurch den rein elektrischen Modellen erhebliche Kapazitäten entzogen wurden. Auf den ersten Blick klingt das nicht nach einer logischen Entscheidung des Unternehmens, doch angeblich kann Xiaomi mit den SkyNomad-Modellen auf dem heimischen Markt höhere Gewinne erzielen. Und in diesem Jahr ist der Gewinn plötzlich extrem wichtig geworden.

Bislang finanzierte Xiaomi die Entwicklung von Elektroautos vor allem aus den Gewinnen aus dem Verkauf von Smartphones, doch die Speicherkrise hat im Mobilfunkbereich einen enormen finanziellen Schock ausgelöst, unter dem das gesamte Unternehmen leidet. 

Aus diesem Grund ist es zu einer obersten Priorität geworden, dass die Xiaomi-Car-Sparte so schnell wie möglich gewinnbringend arbeiten und den Betriebsgewinn stabil halten kann. Dabei dürfte es dem Unternehmen sehr helfen, dass 2027 die Markteinführung in Europa beginnt. Auf dem alten Kontinent können die Unternehmen chinesische Autos in der Regel zu höheren Preisen verkaufen und somit leichter Gewinne erzielen. Da im Mobilfunkbereich nicht mit einer Verbesserung der aktuellen Lage zu rechnen ist, wird es für Xiaomi weiterhin von entscheidender Bedeutung sein, die Finanzen der Fahrzeugsparte in Ordnung zu bringen.

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Im August dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es allein von der Limousine SU7 bereits mehr als 500.000 Exemplare verkauft hat. Gleichzeitig teilte die Unternehmensleitung von Xiaomi jedoch mit, dass man die Einführung des ursprünglich geplanten, besonders günstigen „Volksautos“ aufgeben werde. Da dieser Schritt für das Unternehmen nicht so verlief, wie es sich das gewünscht hatte, ist es nun gezwungen, seine früheren Vorstellungen und Pläne grundlegend zu überdenken.

Parallel dazu wurde die Forschungs- und Entwicklungsarbeit nicht eingestellt; das Unternehmen plant die Einführung mehrerer neuer Varianten des Xiaomi SU7 und testet diese kontinuierlich. Auf dem Asphalt der Nordschleife entdeckten begeisterte Spotter in den letzten Tagen einen Prototypen des Xiaomi SU7 Ultra mit überarbeiteter Aerodynamik und deutschem Kennzeichen. Darüber hinaus testet das Unternehmen auch eine alltagstauglichere Variante, die im Straßenverkehr gesichtet wurde, sich jedoch hinter einer Tarnfolie verbarg.

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