Microsoft führte bereits 2021 unter dem Namen Universal Print einen nützlichen Dienst ein. Er ermöglicht es Geschäftskunden, einen Druckserver bequem und effizient aus der Cloud zu betreiben. Alle Universal-Print-kompatiblen Drucker werden dabei über einen einzigen, einheitlichen Treiber verwaltet.
So entfallen eine aufwendige lokale Konfiguration, der Betrieb eines Druckservers und komplexere hybride Drucklösungen. Die Drucker sind über ein zentrales Portal erreichbar und lassen sich über Microsoft Endpoint Manager installieren, der auch die Konfiguration erlaubt. Die zu druckenden Inhalte landen in der Cloud und werden von dort an den gewählten Drucker übermittelt. Sie werden ähnlich wie Dateien des Microsoft-Office-Pakets gespeichert, und der Betrieb folgt den Datenschutzrichtlinien.
Microsoft hat den Dienst in den vergangenen Jahren laufend weiterentwickelt und bei Bedarf Korrekturen nachgeliefert. Beim Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 scheint nun aber Sand ins Getriebe zu geraten: Ein Bug kann die Funktion lahmlegen. Microsoft hat die Existenz des Fehlers eingeräumt und zugegeben, dass er den Alltag der Nutzer schon seit Monaten erschwert. Drucker, die ursprünglich unter Windows 10 über den Dienst genutzt wurden, funktionieren nach dem Umstieg auf Windows 11 praktisch nicht mehr, sofern auf dem System das Update KB5083769 oder ein älteres installiert ist.
Die Fehlermeldung verweist auf ein Konfigurationsproblem des Druckers, die Schaltfläche „Print“ neben dem Drucker ist ausgegraut, das Gerät lässt sich also nicht verwenden. Auch der Versuch, über den Reiter „Printer Properties“ eine Testseite zu drucken, scheitert. Behoben ist der Fehler bislang nicht. Offenbar hilft auch das Feature-Update 26H2 nicht: Nach der Installation des April-Updates 2026 (KB5083769) trat der Fehler auf allen Systemen auf. Laut Microsoft funktioniert derzeit nur eine Umgehung: Die gewünschten Drucker werden nicht systemweit, sondern pro Benutzer installiert.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Bei einigen Konica-Minolta-Druckern kann ebenfalls ein Fehler auftreten, der die Kommunikation zwischen Cloud und Drucker unterbricht. Die Druckaufträge werden dadurch nicht ausgeführt, und in der Standardeinstellung wird jeder Auftrag in der Warteschlange gelöscht, der nach drei Tagen noch nicht gedruckt ist. Erkennen lässt sich der Fehler am Datum „Last seen“ im Azure-Portal: Aktualisiert sich Datum und Uhrzeit nicht, obwohl der Drucker verbunden und funktionsfähig ist, besteht seitdem keine Kommunikation mehr zwischen Drucker und Cloud. Für dieses Problem gibt es bislang keine Lösung. Die Entwickler von Microsoft und Konica Minolta arbeiten an einer Korrektur.






























